Zynga zahlt in San Francisco mit falschen Noten
In San Francisco gibt es derzeit Aufregung um eine Werbe-Aktion des Social Gaming-Anbieters Zynga, von dem u. a. das beliebte Facebook-Spiel Farmville stammt. Im Zuge einer von der Agentur Davis Elen Advertising gestalteten Marketing-Kampagne wurden San Franciscos Straßen mit 25.000 falschen Dollar-Noten beklebt, auf denen Werbung für das neue Spiel "Mafia Wars" gemacht wurde. Der Anwalt der Verwaltung von San Francisco schrieb daraufhin einen bitter bösen Brief an Zynga und bezeichnete die Guerilla-Marketing-Aktion als "Vandalismus", der "illegal und einklagbar" sei.

Sauerei mit Folgen
Zunächst war unklar, wer für die "Sauerei" - so der Ausdruck des Anwalts - Verantwortung tragen muss. Nach Informationen des San Francisco Weekly (blogs.sfweekly.com) wird Zynga wohl ungeschoren davonkommen, während die Agentur Davis Elen mit rechtlichen Schritten rechnen muss. Dort gab man sich sogleich reumütig: Man übernehme "die volle Verantwortung" für dieses Programm und bedauere jede Unannehmlichkeit, die diese Werbung bei der Stadt und ihren Einwohnern verursacht habe. Man arbeite mit San Fran cisco an einer Lösung des Problems. Vermutlich kommt die Agentur für die Bezahlung der Straßenreinigung auf. Rechtliche Schritte gegen Davis Elen sind aber dennoch nicht ausgeschlossen, San Franciso will das als "Abschreckung für künftige Vandalismus-Akte" verstanden wissen.
Bleibt die Frage, ob für die Werbeagentur Davis Elen und Spiele-Hersteller Zynga letztlich der Werbewert der Aktion höher war als mögliche Reinigungsund Gerichtskosten. Für Aufsehen hat die Aktion auf jeden Fall gesorgt.
Quelle dt: http://www.wirtschaftsblatt.at/archiv/werbung-mit-falschen-noten-435892/index.do
Quelle engl: http://www.sfgate.com/cgi-bin/blogs/cityinsider/detail?entry_id=70526&tsp=1
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