Ich hab Hunger auf Guerilla
Wenn man morgentlich durch die diversen Blogs und RSS-Feeds taumelt und man so richtig Hunger auf ein paar geile Kampagnen hat, wird man leider zu oft enttäuscht. Nicht so am heutigen Morgen. So wurde mein Hunger mit einem Burger am Strand und kostenlosem Kaffee bei McDonalds befriedigend gestillt. Ein schönes alternatives Marketingfrühstück am Mittwoch. Ich werde es genießen.
Saugrippe auf dem Oktoberfest 2009
Pünktlich zur Wiesn 2009 ist er los: der Saugrippe! Der Ausdruck Saugrippe entstammt der bayerischen Mundart und bedeutet übersetzt ins Hochdeutsche so viel wie Mist- oder Saukerl. Ein gemeiner Saugrippe ist also ein entfernter Nachfahre des Wolpertingers, halb Mensch – halb Schwein. Es ist keine besonders reinliche Gattung der Fabelwesen, die seit Menschengedenken als Hüter der Schweinegrippe-Viren bekannt ist. Sie ist im tiefsten Bayerischen Wald zu Hause und trat bis vor einer Weile nur selten aus der Dunkelheit hervor.
Doch der sich zurzeit in der Bevölkerung ausbreitende H1N1-Virus hat nun die Urträger der Schweinegrippe auf den Plan gerufen. Experten vermuten, dass diese sich aufgrund der fortschreitenden Infektionswelle zu Menschenmassen hingezogen fühlen.
Über die genauen Motive des Saugrippes kann derzeit nur spekuliert werden. Sicher ist jedoch, dass die alleinige Gegenwart eines infizierten Saugrippes eine hohe Ansteckungsgefahr für den Menschen mit sich bringt. Übertragen wird die Schweinegrippe auch hier in der Regel durch Tröpfchen-Infektion, die der Saugrippe durch unachtsames Niesen und Husten sowie einer Vernebelung keimhaltiger Sekrete der Atemwege unentwegt verbreitet.
Ambush Plakatwerbung für Warsteiner
Plakatwerbung im Wahlkampf ist das wohl langweiligste Werbeinstrument welches man als Partei einsetzen kann. Trotzdem prangern Jahr ein Jahr aus immer wieder die üblichen Gesichter mit platten Wahlkampf-Mottos an den Laternen und Bäumen. Gähn. Unter dem Motto "Ich will 0,0 Prozent" wirbt Warsteiner jetzt "Ambush-like"auf Plakaten. Nette Idee, die übrigens von der Warsteiner-Agentur Kolle Rebbe stammt.
Greenpeace projizieren auf Föderturm in Gorleben
Für die endgültige Aufgabe des geplanten Endlagerstandortes Gorleben haben Greenpeace-Aktivisten heute Nacht an der Endlagerbaustelle demonstriert. "Von Kohl bis Merkel: Verfehlte Endlagerpolitik – Gorleben stoppen!" haben die Aktivisten auf den Förderturm über dem Salzstock projiziert. Aus gestern veröffentlichten Unterlagen geht hervor, dass die Regierung Helmut Kohls (CDU) die Ergebnisse der Standortvoruntersuchungen manipuliert hat. Auf Grundlage der Papiere wurde 1986 mit dem Ausbau in Gorleben begonnen. Andere Standorte wurden somit gar nicht erst untersucht. Greenpeace fordert Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf, die verfehlte und kriminelle Endlagerpolitik ihrer Partei sofort zu korrigieren und eine ergebnisoffene Endlagersuche einzuleiten.
Greenpeace-Projektion am Förderturm der Endlagerbaustelle Gorleben: "Von Kohl bis Merkel verfehlte Endlagerpolitik - Gorleben stoppen"
"Die Unterlagen beweisen, dass Gorleben nur aus politischen Gründen als Endlager auserkoren wurde", sagt Mathias Edler, Atomexperte bei Greenpeace. "Das Ziel der CDU, Gorleben zum Endlager für hochradioaktiven Atommüll zu machen, hat sich als Fata Morgana herausgestellt. Merkel muss jetzt einen Bundestagsuntersuchungsausschuss einsetzen, der die Vorgänge rückhaltlos aufklärt. Anderenfalls verspielt die CDU ihre Glaubwürdigkeit in der Endlagerfrage vollends."
Ursprünglich hatten die Wissenschaftler empfohlen, parallel Erkundungen für ein mögliches Endlager zu beginnen. Sie befürchteten Lösungszutritte und radioaktive Kontaminationen der Biosphäre, so wie es jetzt in der Asse eingetreten ist. "Wer nicht aus Fehlern lernt, hat in der Politik nichts verloren. Gorleben muss aufgegeben werden, bevor sich das Asse-Fiasko in noch katastrophaleren Ausmaßen wiederholt", sagt Mathias Edler.
Sixt schießt Wolken in Halle weg
Cabrio fahren in Halle an der Saale. Was auf den ersten Blick nicht besonders spektakulär erscheint, ist in Wahrheit eine kleine Sensation. Denn Halle ist laut Statistik mit 266 Regentagen im Jahr (2004) die regenreichsten Stadt Europas. Sixt schießt mit Hilfe von Jung von Matt, der Chemikalie Silberjodid und des ehemaligen Kampfpiloten Sandro Wolf die Wolken über der Stadt weg.
Sportartikel an der Zielgruppe vorbei?
Der Outdoor-Sportartikelhersteller Vaude hat in Kooperation mit TUI-Fly eine Kampagne durchgeführt, die auf den ersten Blick eine gute Idee ist. Ich frage mich aber jetzt mal kritisch, ob auch wirklich mit der Aktion die richtige Zielgruppe angesprochen wird? Will man wirklich im Flugzeug mit Extremsportarten & Co. überrascht werden? Irgendwie fehlt mir der schlüssige Abschluss der Kamapgne. Weitere Meinungen?